Wegweisende Seins- und Entwicklungsprognostik im Rahmen altchienesischer Befragungstechniken - Das Yi Jing

,,Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.,,   Kofuzius

Das Yi Jing, auch I Ging,  mit seinen 64 Hexagrammen ist der bis heute unübertroffene Versuch, die Gesetze des Tao als Kräfte zu beschreiben, die unsere Wirklichkeit gestalten. Tao wird oft als Weg übersetzt, da es als Prinzip des Werdens und des Wandels darüber entscheidet, was wann, wo und für wen Wirklichkeit wird, und was sich unmanifestiert im Reich der Möglichkeiten als potenzielle Wirklichkeit bereithält.
Diese Texte bewegen sich allesamt Jenseits von Gut und Schlecht. Laotse lehnte, der als Begründer des Taoismus gilt, lehnte jegliche Moral kategorisch ab. Statt den moralischen Zeigefinger zu erheben, zeigt das Yi Jing einfach auf, was geschieht, wenn man agiert bzw. unterlässt.
Es ist sowohl ein Spiegel der Wirklichkeit als auch der noch unmanifestierten Möglichkeiten, von denen jeder Augenblick schwanger ist. Das Yi Ying kritisiert jedoch nicht den falschen Weg, sondern zeigt konstruktive Möglichkeiten auf, wie man sich in einer bestimmten Situation im Einklang mit dem Tao verhalten und so sein Leben harmonisch führen kann.

​Ich erkläre mir das so:

Wenn eine Jahrtausend alte, tief verankerte >>Weisheit<< auf Ihrem Weg in die Gegenwart, sich zu allen Zeiten bewährt hat, dann ist die >>Weissagung<<, als Keim einer gegenwärtigen Zukunft, nichts anderes als die Weisheit des nächsten Schrittes.

Auch wenn das Yi Jing stehts als ein mystisches Orakel betrachtet wurde, geht es in vielerlei Hinsicht jedoch nüchtern und sachlich darum, die Zusammenhänge zwischen dem eigenen Handeln und dessen Folgen zu verstehen, was mit der Zeit zu immer größerer Gelassenheit führt.

Ich möchte dir eine Stütze mit Hilfe der Lehren des Yi Jings anbieten. Du wirst dich wundern, wie wunderbar einfühlsam und präzise diese Weisheiten zu dir und deinem Leben sprechen.

 


,,Wenn wir zu beobachten anfangen, daß gewisse Ereignisarten sich gerne zu gewissen Zeiten häufen, so beginnen wir die alten Chinesen zu verstehen, welche ihre ganze Medizin, Philosophie und sogar Architektur und Staatslehre auf einer Wissenschaft der «Koinzidenz» aufgebaut hatten. Die alten chinesischen Texte fragen nicht nach Ursache und Wirkung, sondern was womit zusammenzutreffen beliebt. Dieselbe Idee trifft man in der Astrologie an und in den Orakeltechniken der verschiedensten Kulturen.

Indem Jung den Begriff der Synchronizität einführte, bahnte er eine neue Möglichkeit an, die Beziehung von Psyche und Materie zu verstehen [...].,,
C.G. Jung, Psychiater und Psychologe. Das Werk, Der Mensch und seine Symbole

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